Dienstag, den 10. August 2010 um 06:12 Uhr
Sehr, sehr selten gehe ich vollkommen ungeplant und spontan zu einem Shooting. Ich lege mir vorab Bildideen fest, die ich umsetzen möchte. Zunächst stecke ich ab, in welche Richtung die Fotos seitens des Modells gehen können. Das hängt von der vorhandenen Kleidung ab, wieviel Haut gezeigt werden darf usw. Oder der Auftraggeber gibt gewisse Vorgaben - wie Stil und Medium der Veröffentlichung - davon hängt dann meistens der Bildschnitt ab ...
Dann habe ich meinen Spielraum und weiß, in welche Richtung ich kreativ werden kann. Als Inspirationen habe ich eine Vielzahl von Fotos auf meinem Computer und auf meinem HTC für unterwegs. Wenn mir eines der Fotos als Vorlage zusagt, kann ich es auch gleich zum Modell oder dem Auftraggeber schicken, damit diese sich darauf einstellen können. Oft fahre ich alleine ins Grüne oder ans Wasser und suche mir eine ruhige Stelle. Dort sitze ich dann mit meinem Notizbuch und versuche, mich zu entspannen. Dabei kommen mir oft die besten Ideen. Wobei ... die besten Ideen kommen mir im Traum oder wie aus dem Nichts mitten im Alltag.
Das, was wir Inspiration nennen, ist nichts anderes als Klauen von anderen Künstlern. Ich finde daran nichts Schlimmes, solange das Foto nicht kopiert wird. Das ist in der Regel sowieso sehr unwahrscheinlich, da man seinen eigenen Stil unweigerlich mit ins Foto bringt. Oft stehe ich im Kino vor den Plakaten und schaue mir diese genauer an. Ich finde es schon sehr interessant, was man dort manchmal mitnehmen kann.
Momentan habe ich da noch so ein paar Ideen, die ziemlich schwer umzusetzen sind. Eine wirklich gute Idee lässt mich auch nicht in Ruhe, bis ich sie umgesetzt habe. Oft male ich mir das Foto vorab komplett im Kopf aus. Mitsamt Location, Model und sogar das Licht-Setup.
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