Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 22:08 Uhr
Um gute Fotos zu machen, reicht es nicht, eine teure Ausrüstung zu haben. Es reicht auch nicht, wenn man gut mit Photoshop umgehen kann. Meiner Meinung nach kann man nur dann zu wirklich guten Ergebnissen kommen, wenn alle Faktoren zusammenspielen. So braucht man gute Ideen, Übung im Umgang mit der Kamera und dem Licht und Kenntnisse in der Nachbearbeitung.
Mit guter Technik ist es vielleicht nicht unbedingt automatisch so, dass man gute Bilder macht, wenn man sie benutzt. Allerdings kann sie einem vieles erleichtern. Mit der 50D bin ich bei Shootings ungern höher als ISO 200 gegangen, weil die Bilder an Brillanz verloren haben. Beim späteren Dodge & Burn kamen auch schnell Probleme beim Aufhellen und dem dadurch auftretenden Rauschen. Beim Vollformat habe ich jetzt nicht mehr so viele Bedenken bzgl. Brillanz und Rauschen. Die Freistellung ist jetzt auch einfacher am Vollformatsensor mit der 5D Mk II.
Oft ernte ich verblüffte Gesichter, wenn ich auf die Frage antworte, was für Blitze ich denn verwende. Derzeit besteht meine Blitzanlage lediglich aus zwei Metz-Kompaktblitzen. In den meisten Fällen setze ich einen als Hauptlicht von vorne ein und einen als Streiflicht von schräg hinten. Allerdings hat man wirklich keinen großen Spielraum in Sachen Blitzleistung. Im Sommer hatte ich des Öfteren den Blitz auf maximaler Leistung und musste trotzdem auf Blende 8 oder sogar 11 hochgehen, um eine korrekte Belichtung zu erzielen. (Jaja ... diese doofe Synchronzeit ...) Da diente der Blitz auch nur noch als Schattenaufheller. Diesen Winter werde ich noch gut mit den Kompaktblitzen auskommen, sehe mich aber derzeit schon nach einer mobilen Studioblitzanlage um.
Nach dem Shooting beginnt der digitale Teil. Die Bilder werden auf den Rechner geladen und ausgewertet. Die besten landen dann im RAW-Konverter. Dort nehme ich erste Korrekturen vor. Anschließend öffne ich das Bild in Photoshop und bereinige es von störenden Elementen. In den nächsten Schritten glätte ich die Haut, füge dem Bild einen Filter zu und bearbeite es zuletzt mit Dodge & Burn.
Meistens habe ich bereits bei der Aufnahme das Endprodukt im Kopf und belichte dann evtl. etwas heller und kontrastarmer. Auf dem Kameramonitor wirkt das Bild dann vielleicht nicht so toll, aber die meisten Modelle sind trotzdem schon von diesem Anblick begeistert. Es ist immer ein schönes Gefühl für mich, wenn schon die Rohdaten gefallen.
In den nächsten Beiträgen werde ich jeden Schritt genauer beleuchten.
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